LIONS verpassen um Haaresbreite den Sieg beim Spitzenreiter

Zum Auftakt des Doppelspieltags in der ProA am 2. März hatten die PS Karlsruhe LIONS den zuhause weiterhin ungeschlagenen Tabellenführer RASTA Vechta am Rand einer Niederlage. Die weit gereisten Badener konnten sich allerdings nicht für ihr streckenweise starkes Spiel belohnen und verloren wie in der Vorwoche denkbar knapp mit zwei Punkten Differenz. Die Zuschauer im Rasta-Dome sahen in der Anfangsphase ein sehr ausgeglichenes Duell zweier Toppteams, in dem sich bei einem ersten Pausenstand von 23:23 keiner der Kontrahenten einen Vorteil erspielt hatte. Auch im zweiten Spielabschnitt zeigte sich zunächst ein ähnliches Bild, bis die LIONS wenige Minuten vor der Halbzeit mit einem 12-Punkte-Run auf 34:47 davonzogen, was gleichzeitig den Zwischenstand beim Gang in die Kabine darstellte.

Doch die Gäste konnten nach dem Seitenwechsel nur noch bedingt an das Niveau aus der ersten Spielhälfte anknüpfen und leisteten sich kurz vor der letzten Pause ebenfalls eine Schwächephase. Dennoch waren die LIONS beim Stand von 56:61 zu Beginn der abschließenden zehn Minuten weiterhin in der besseren Ausgangsposition. Aber das ersatzgeschwächte Team von Headcoach Michael Mai bekam nun RASTAs Cleverness und Spielstärke in vollem Umfang zu spüren. Die Niedersachsen, die überhaupt erst in zwei von 25 Saisonspielen als Verlierer vom Platz gegangen sind, holten mit ihren Fans im Rücken nun Punkt für Punkt auf und übernahmen schließlich die Führung. In der letzten Spielminute konnte Karlsruhe nochmals zum 78:78 ausgleichen, musste aber bei einem Endstand von 81:79 mit leeren Händen die Heimreise antreten.

Beste LIONS-Werfer waren Jarelle Reischel (19 Punkte), Richard Williams (15), Roland Nyama (15), Orlando Parker (11) und Cyrus Tate (11). Zurück am Oberrhein hat die Mannschaft keine Zeit, sich auszuruhen, denn bereits am Sonntag steht mit dem Heimspiel in der Europahalle ein richtungsweisender Prüfstein an. Die MLP Academics Heidelberg, die durch die vergangenen Niederlagen der LIONS auf Platz drei vorgerückt sind, sind alles andere als ein Aufbaugegner. Das Baden-Derby gegen den Tabellennachbarn hat große Bedeutung im Hinblick auf die Ausgangsposition für die Playoffs. Doch das Löwenrudel kann der Partie selbstbewusst entgegenblicken, hat es doch in Vechta gezeigt, dass es selbst mit der absoluten Ligaspitze mithalten kann.